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Für einen Koiteich rechnest du mit 2 Watt UVC-Leistung pro 1.000 Liter Teichwasser. Der Durchfluss durch das Gerät sollte so bemessen sein, dass das gesamte Volumen etwa einmal pro Stunde passiert. Gegen Fadenalgen hilft UVC nicht.
Ein UVC-Klärer tötet keine Algen, er verklumpt sie. Die UV-C-Strahlung zerstört die Zellstruktur der Schwebealgen, die Reste flocken aus und werden anschließend vom Filter zurückgehalten. Deshalb funktioniert ein UVC-Gerät nur zusammen mit einer funktionierenden mechanischen Filterung – ohne sie bleibt das Wasser trüb, nur eben mit toten Algen.
Die Dimensionierung
Die verbreitete Faustregel lautet 1 Watt pro 1.000 Liter. Sie stammt aus dem Zierfischteichbau und ist für Koiteiche zu knapp. In einem Teich mit Koibesatz, hohem Nährstoffeintrag und viel Sonne solltest du mit dem Doppelten rechnen:
| Teichvolumen | Zierfischteich | Koiteich | Sonnenlage / starker Besatz | Zum AngebotAngebot |
|---|---|---|---|---|
| 5.000 Liter | 5–7 Watt | 11 Watt | 18 Watt | Geräte ansehen |
| 10.000 Liter | 11 Watt | 18–24 Watt | 36 Watt | Geräte ansehen |
| 20.000 Liter | 18–24 Watt | 36–40 Watt | 55–75 Watt | Geräte ansehen |
| 40.000 Liter | 36–40 Watt | 75 Watt | 2 × 55 Watt | Geräte ansehen |
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Der Durchfluss ist genauso wichtig wie die Wattzahl
Die Wirkung hängt von der Bestrahlungsdosis ab, und die ist das Produkt aus Strahlungsintensität und Kontaktzeit. Läuft das Wasser zu schnell durch das Gerät, reicht die Zeit nicht. Als Orientierung: Ein 36-Watt-Gerät arbeitet typischerweise bis etwa 10.000 bis 12.000 Liter pro Stunde zuverlässig. Wird eine deutlich größere Pumpe angeschlossen, sinkt die Wirkung spürbar, obwohl die Wattzahl stimmt.
UVC-Lampen verlieren kontinuierlich Strahlungsleistung. Nach rund 8.000 Betriebsstunden – bei Saisonbetrieb also nach etwa einer Saison – liefern sie noch rund 60 Prozent. Die Lampe leuchtet dann noch sichtbar blau, ohne nennenswert zu wirken. Tausch sie jede Saison, nicht wenn sie ausfällt.
Wo das Gerät sitzen muss
Nach dem Filter, vor dem Rücklauf in den Teich. Läuft das UVC-Gerät vor der mechanischen Filterung, wird das Quarzglas durch Schwebstoffe schnell blind und die Leistung bricht ein. Das Quarzglas gehört ohnehin zweimal pro Saison gereinigt – Kalk und Biofilm kosten mehr Leistung als die meisten vermuten.
Was UVC nicht kann
Wirkt zuverlässig gegen
- Schwebealgen und grünes Wasser
- Freischwimmende Bakterien und Keime im Wasser
- Trübung durch Algenblüte nach dem Frühjahr
Wirkt nicht gegen
- Fadenalgen an Steinen und Folie
- Braune Trübung durch aufgewirbelten Schlamm
- Hohe Nährstoffwerte als Ursache
- Sichtbare Algen auf Pflanzen und Rand
Fadenalgen sitzen fest und kommen nie am UVC-Gerät vorbei. Wer sie bekämpfen will, muss an die Ursache: Phosphat und Nitrat reduzieren, Beschattung schaffen, Schnellwuchspflanzen einsetzen und mechanisch entfernen. Ein stärkerer UVC-Klärer ändert daran nichts.
Häufige Fragen
Schadet UVC den Filterbakterien?
Nein. Die nitrifizierenden Bakterien sitzen als Biofilm auf den Filtermedien und kommen nicht durch das Gerät. Betroffen sind nur freischwimmende Bakterien im Wasserkörper, die für die Filterleistung ohne Bedeutung sind.
Wie lange dauert es, bis das Wasser klar wird?
Bei richtig dimensioniertem Gerät und funktionierender Filterung sind sichtbare Ergebnisse nach drei bis fünf Tagen zu erwarten, vollständige Klarheit nach etwa ein bis zwei Wochen. Bleibt der Effekt aus, stimmt entweder die Wattzahl nicht, der Durchfluss ist zu hoch, die Lampe ist alt oder das Quarzglas ist verschmutzt.
Muss der UVC-Klärer im Winter laufen?
Nein. Bei niedrigen Temperaturen und wenig Licht gibt es kaum Schwebealgenwachstum. Der Winter ist der richtige Zeitpunkt, Gerät und Quarzglas zu reinigen und die Lampe für die neue Saison zu bestellen.
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