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Eine Teichpumpe mit 100 Watt kostet bei Dauerbetrieb rund 260 Euro Strom pro Jahr (bei 30 ct/kWh). Der Mehrpreis für ein sparsameres Modell amortisiert sich meist innerhalb von zwei Saisons. Rechne immer Watt pro geförderte 1.000 Liter.
Teichpumpen werden nach Förderleistung verkauft und nach Stromverbrauch bezahlt. Wer nur auf die Literangabe schaut, kauft regelmäßig das teurere Gerät – nur zahlt er den Aufpreis nicht an der Kasse, sondern über die nächsten fünf Jahre an den Stromversorger.
Die einzige Kennzahl, die zählt
Vergleichbar werden Pumpen erst, wenn du den Verbrauch auf die Leistung beziehst. Teile die Leistungsaufnahme in Watt durch die Förderleistung in Kubikmetern pro Stunde. Das Ergebnis ist der spezifische Verbrauch:
- unter 10 W pro m³/h – sehr sparsam, meist Rohr- oder Propellerpumpen mit Synchronmotor
- 10 bis 20 W pro m³/h – guter Durchschnitt, typische Filterspeisepumpen
- über 25 W pro m³/h – ineffizient oder auf hohe Förderhöhe ausgelegt
Eine Pumpe mit 15.000 l/h und 180 Watt liegt bei 12 W pro m³/h. Eine mit derselben Förderleistung und 95 Watt liegt bei 6,3. Der Unterschied sind 85 Watt, ganzjährig also rund 745 kWh oder gut 220 Euro pro Jahr bei 30 Cent je Kilowattstunde.
Watt ÷ 1000 × Laufstunden pro Jahr × Strompreis = Jahreskosten. Bei Dauerbetrieb sind das 8.760 Stunden. Beispiel: 120 W ÷ 1000 × 8.760 × 0,30 € = 315 € pro Jahr.
Förderhöhe: der Wert, der die Angabe auf dem Karton auffrisst
Jede Pumpe hat eine Kennlinie. Die beworbene Maximalleistung gilt bei null Meter Förderhöhe und ohne Schlauch – ein Zustand, der im Teich nie vorkommt. Jeder Meter Höhe kostet Leistung, jeder Meter Schlauch, jeder Bogen und jede Verengung ebenfalls.
Faustwerte für die Praxis: Rechne pro Meter Höhenunterschied mit 10 bis 15 Prozent Verlust, pro zehn Metern Schlauch mit weiteren 5 bis 10 Prozent, und pro 90-Grad-Bogen mit etwa 2 Prozent. Wer einen Bachlauf 1,5 Meter über dem Wasserspiegel speist und 8 Meter Schlauch verlegt hat, landet realistisch bei 70 bis 75 Prozent der Nennleistung.
Bauarten im Vergleich
| Pumpentyp | Stärke | Typischer Einsatz | Verbrauch | Zum AngebotAngebot |
|---|---|---|---|---|
| Rohr- / PropellerpumpeTrockenaufstellung oder getaucht | Sehr hohe Förderleistung bei minimaler Förderhöhe. Ideal für Schwerkraftfilter direkt am Teich. | sparsam ★★★★★ | 6–10 W/m³h | Modelle ansehen |
| Filterspeisepumpegetaucht, feststoffgängig | Fördert Schmutzpartikel bis ca. 8 mm mit. Standard für Mehrkammerfilter über Wasserspiegel. | Allrounder ★★★★⯨ | 10–18 W/m³h | Modelle ansehen |
| Bachlaufpumpehohe Förderhöhe | Für Wasserfälle und Bachläufe mit mehreren Metern Höhenunterschied. | spezialisiert | 20–30 W/m³h | Modelle ansehen |
| Regelbare PumpeDrehzahlsteuerung | Leistung saisonal anpassbar – im Winter drosseln spart deutlich Strom. | flexibel ★★★★⯨ | variabel | Modelle ansehen |
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Regelbar oder nicht?
Eine drehzahlgeregelte Pumpe kostet in der Anschaffung spürbar mehr. Sie lohnt sich, wenn dein Teich saisonal unterschiedliche Umwälzung braucht: volle Leistung von Mai bis September, gedrosselt im Frühjahr und Herbst, minimal im Winter. Weil die Leistungsaufnahme bei Kreiselpumpen ungefähr mit der dritten Potenz der Drehzahl fällt, bringt schon eine Drosselung auf 70 Prozent Förderleistung eine Ersparnis von rund zwei Dritteln der elektrischen Leistung.
Dafür spricht
- Deutlich niedrigere Betriebskosten außerhalb der Hauptsaison
- Leiserer Lauf bei gedrosseltem Betrieb
- Weniger Verschleiß
- Teich lässt sich im Winter schonend umwälzen
Dagegen spricht
- Höherer Anschaffungspreis
- Elektronik ist ein zusätzliches Ausfallteil
- Bei konstantem Bedarf kein Vorteil
Trockenaufstellung spart, kostet aber Planung
Trocken aufgestellte Pumpen laufen effizienter, sind leiser im Wasser und lassen sich ohne Nassarbeit warten. Dafür brauchen sie einen frostfreien Schacht, saubere Verrohrung und einen Zugang. Wer neu baut, sollte das einplanen – nachrüsten ist aufwendig.
Die Pumpe muss über einen Fehlerstromschutzschalter mit 30 mA abgesichert sein, und die Anschlussleitung gehört fachgerecht in eine Außensteckdose mit Schutzart IP44 oder besser. Teichtechnik und Verlängerungskabel über den Rasen sind eine Kombination, die regelmäßig schiefgeht.
Häufige Fragen
Wie groß muss die Pumpe für meinen Koiteich sein?
Mindestens das gesamte Teichvolumen einmal pro Stunde, gemessen an der tatsächlich am Filter ankommenden Menge. Bei 20.000 Litern Teich und einer Anlage mit 1,5 Metern Höhenunterschied und 10 Metern Schlauch brauchst du eine Pumpe mit rund 28.000 bis 30.000 l/h Nennleistung.
Darf die Pumpe im Winter ausgeschaltet werden?
Bei Eisbildung ist es sogar sinnvoll, die Umwälzung stark zu reduzieren oder ganz zu stoppen, damit sich die wärmere Wasserschicht am Grund nicht mit dem kalten Oberflächenwasser vermischt. Die Pumpe muss dann frostfrei gelagert werden. Ein Eisfreihalter ersetzt in dieser Zeit den Gasaustausch.
Warum bringt meine neue Pumpe weniger als angegeben?
Weil die Angabe bei null Förderhöhe gemessen wird. Prüfe die Kennlinie im Datenblatt: Dort steht, wie viel Liter bei 1, 2 und 3 Metern Höhe übrig bleiben. Zusätzlich reduzieren zu enge Schläuche und scharfe Bögen die Leistung.
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