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In Teichen unter 1,20 Meter Tiefe sollte die Pumpe im Winter aus, weil sie die wärmere Wasserschicht am Grund zerstört. Für den Gasaustausch sorgt stattdessen ein Eisfreihalter oder ein Ausströmer knapp unter der Oberfläche.
Wasser hat seine größte Dichte bei rund 4 Grad Celsius. Deshalb sinkt im Winter das 4-Grad-Wasser zu Boden, während sich darüber kälteres Wasser schichtet und die Oberfläche zufriert. Genau diese Schichtung ist es, die Koi über den Winter bringt: Sie stehen in der wärmsten Zone am Grund und fahren ihren Stoffwechsel herunter.
Warum die laufende Pumpe zum Problem wird
Eine Pumpe, die den Teich weiter umwälzt, vermischt genau diese Schichten. Aus 4 Grad am Grund und 1 Grad oben wird gleichmäßig kaltes Wasser im gesamten Becken. In einem tiefen Teich ist die Wassermenge groß genug, dass das kaum ins Gewicht fällt. In einem 90 Zentimeter flachen Teich kann es bedeuten, dass die Fische den Winter bei 1 bis 2 Grad statt bei 4 Grad verbringen – das ist der Unterschied zwischen Überwinterung und Auszehrung.
| Teichtiefe | Empfehlung | Begründung | Gasaustausch über | Zum AngebotAngebot |
|---|---|---|---|---|
| unter 1,00 mflach | Pumpe aus, sobald das Wasser dauerhaft unter 8 °C liegt. | Aus | kritisch | Eisfreihalter |
| 1,00–1,50 mStandard | Pumpe aus oder stark gedrosselt, Einlauf knapp unter die Oberfläche verlegen. | Aus / gedrosselt | wichtig | Eisfreihalter |
| über 1,50 mtief | Durchlauf möglich, wenn die Ansaugung oben bleibt und der Filter frostfrei steht. | Optional | unkritisch | Belüfter |
| Innenhälterungbeheizt | Normalbetrieb, Temperatur konstant halten. | An | Normalbetrieb | Zubehör |
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Der eigentliche Grund, warum viele die Pumpe laufen lassen
Es geht meist nicht um Filterung – die Bakterien arbeiten unter 8 Grad ohnehin kaum noch – sondern darum, eine offene Stelle in der Eisdecke zu halten. Das ist ein berechtigtes Ziel: Unter einer geschlossenen Eisdecke reichert sich Kohlendioxid an, und Faulgase aus dem Bodenschlamm können nicht entweichen. Nur ist die Umwälzpumpe dafür das falsche Werkzeug.
Die bessere Lösung
- Eisfreihalter mit Styroporring – hält durch die isolierende Wirkung und einen kleinen Luftstrom eine Öffnung frei, ohne die Tiefenschichtung zu stören. Die günstigste und für die meisten Teiche ausreichende Variante.
- Membranbelüfter mit Ausströmer – der Ausströmer gehört auf 30 bis 40 Zentimeter Tiefe, nicht auf den Grund. Die aufsteigenden Blasen halten die Oberfläche in Bewegung und lassen die kalte Zone unten in Ruhe.
- Teichheizung – hält einen definierten Bereich frei, verbraucht aber erheblich Strom. Sinnvoll bei sehr flachen Teichen ohne Alternative.
Der Schlag überträgt eine Druckwelle ins Wasser, die bei Fischen zu inneren Verletzungen führen kann. Wenn die Eisdecke geschlossen ist, stell einen Topf mit heißem Wasser auf das Eis und lass ihn eine Öffnung schmelzen.
Die Pumpe richtig einlagern
- Pumpe entnehmen, Laufrad und Gehäuse von Algen und Kalk befreien.
- Vollständig entleeren – Restwasser sprengt bei Frost das Gehäuse.
- In einem Eimer mit Wasser frostfrei lagern. Das klingt widersprüchlich, verhindert aber, dass Dichtungen und Gleitringe austrocknen und spröde werden.
- UVC-Gerät ebenfalls entleeren, Quarzglas reinigen und die Lampe für die neue Saison notieren.
Wieder in Betrieb nehmen
Im Frühjahr gehört die Pumpe zurück in den Teich, sobald das Wasser stabil über 8 bis 10 Grad steigt. Wichtig ist die Reihenfolge: erst Pumpe und Filter starten, dann einige Tage später vorsichtig mit der Fütterung beginnen – nicht umgekehrt. Die Biologie braucht einen Vorlauf, bevor sie mit Futter belastet wird.
Häufige Fragen
Bleibt der Filter über den Winter biologisch aktiv?
Weitgehend nicht. Unterhalb von etwa 8 Grad arbeiten die nitrifizierenden Bakterien nur noch minimal, unter 5 Grad praktisch gar nicht. Sie sterben aber nicht ab, sondern gehen in eine Ruhephase – vorausgesetzt, die Medien bleiben feucht und frostfrei.
Was ist mit einem Bachlauf im Winter?
Bachläufe gehören im Winter abgestellt und entleert. Sie kühlen das Wasser stark aus, weil sie eine große Oberfläche der kalten Luft aussetzen, und bei Frost bilden sich Eisdämme, über die der Bachlauf am Teich vorbei entwässern kann. Das ist eine der häufigsten Ursachen für plötzlich leere Teiche im Januar.
Wie tief muss ein Koiteich für die Überwinterung mindestens sein?
1,20 Meter gelten als Untergrenze, 1,50 Meter und mehr sind deutlich sicherer. Entscheidend ist nicht nur die Tiefe, sondern das Volumen dieser Tiefenzone: Eine schmale 1,50-Meter-Rinne in einem sonst flachen Teich puffert kaum.
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